Worauf ist beim Gebrauchtwagenkauf zu achten?

Haben Sie darüber nachgedacht ein neues Auto zu kaufen? Und ist dabei die Frage aufgekommen, ob es ein Neu- oder doch lieber ein Gebrauchtwagen sein soll?
Der Neue hat seine Reize, keine Frage. Er riecht gut, ist sauber, alles glänzt, nichts klappert. Alles scheint also makellos zu sein. Jedoch hat ein Neuwagen einen immens hohen Wertverfall. Eine Mittelklasselimousine hat zum Beispiel nach 3 Jahren noch einen Restwert von rund 51%.

Deshalb steht für viele die Entscheidung fest: es wird ein Gebrauchtwagen.
Aber bevor Sie sich jetzt auf den Weg zum Verkäufer machen, sind einige Dinge zu beachten.

Seit 2002 schreibt der Gesetzgeber eine Garantie auf Gebrauchtwagen vor, welche für alle beim Kauf vorliegenden Mängel, eintritt. Das kommt vor allem „Autolaien“ entgegen. Kauft man heute „die Katze im Sack“, ein Auto das einen guten Eindruck hinterlässt, jedoch eigentlich schon Schrott ist, kann man Ansprüche geltend machen. Das heißt, alles was am Wagen zum Verkaufszeitpunkt defekt war, muss der Verkäufer auf eigene Kosten reparieren.
Aber Vorsicht: dies gilt nur für Händler, nicht für Privatverkäufer.
Gebrauchtwagenangebote wie zum Beispiel bei den Börsen autoscout24.de oder mobile.de gibt es wie Sand am Meer. Um dort ein passendes Auto zu finden, sollten Sie sich zuerst darüber klar werden, welches Gefährt überhaupt infrage kommt.

Folgende Dinge sollten Sie sich dabei überlegen:
Will ich Mobilität um jeden Preis und suche den „Seelenverkäufer“, eine Schüssel die gerade noch läuft und spätestens zum nächsten TÜV-Termin abgestoßen wird, oder will ich doch eher etwas Solides, was in 10 Jahren immer noch fährt? Will ich ein zweckmäßiges, günstiges Auto oder doch lieber etwas mit Stil?
Als nächstes sollten Sie sich überlegen, was das Auto können soll bzw. was man mit ihm machen möchte. Dem ambitionierten Jäger wird die Freude am Roadster spätestens dann vergehen, wenn er auf dem Weg zum Hochsitz nach einem dumpfen Schlag seinen Auspuff im Rückspiegel auf dem Waldweg liegen sieht. Die Großfamilie mit 4 Kindern und Hund wird sich im zweitürigen Kleinwagen ebenso wenig wohlfühlen wie der Geschwindigkeitsfanatiker, wenn er mit 3 Zylindern und 40 PS versucht, auf der Autobahn vorne mitzumischen.

So lassen sich erste konkrete Anforderungen für das Fahrzeug festlegen:
Wer im Wald fahren möchte, braucht ein Auto mit Bodenfreiheit, wer eine Großfamilie hat, einen 7-Sitzer. Und wer es lieber sportlich mag, sollte sich Autos mit dreistelligen PS-Zahlen anschauen.
Am Ende dieser Überlegungen bleibt man an einer überschaubaren Menge von Marken und Modellen hängen, die in die engere Auswahl kommen.
Nun gilt es herauszufinden wo die Stärken und Schwächen bei den ausgewählten Modellen liegen.

Warum ist das so wichtig?
Bei einem ideal konstruierten Fahrzeug verschleißen alle Teile mit der gleichen Geschwindigkeit. Im Extremfall kann das Auto 10 Jahre ohne Probleme fahren, jedoch im elften Jahr plötzlich alles kaputt gehen. So ein Auto möchte man natürlich nicht kaufen, wenn es schon zehneinhalb Jahre alt ist.
Eine gute Hilfe ist dabei das ADAC Gebrauchtwagen-Special. Hier werden regelmäßig alle gängigen Gebrauchtwagen auf spezifische Alterungserscheinungen untersucht und mit all ihren typischen Mängeln dargestellt.
Darüber hinaus gilt natürlich die Grundregel: gab es einen Modellwechsel, sind die späten Exemplare der alten Baureihe technisch besser, da hier die Hersteller bereits jahrelang nachgebessert haben, während die neue Baureihe ihre Kinderkrankheiten besitzt. Auch die Ersatzteilversorgung sollten Sie nicht außer Acht lassen. Autohersteller verdienen nicht nur am Verkauf der Autos, sondern auch maßgeblich an den Ersatz- und Verschleißteilen. Hier lohnt sich eventuell eine unverbindliche Anfrage beim KFZ-Teile-Händler nach typischen Verschleißteilen wie Stoßdämpfern oder Auspuffteilen.
Haben Sie sich für einen Gebrauchtwagen entschieden, sollten Sie ihn vor dem Kauf unbedingt besichtigen. Nehmen Sie sich Zeit, schauen Sie sich alles genau an. Jede noch so kleine Macke sollten Sie sich merken, das hilft Ihnen später bei der Preisverhandlung. Kontrollieren Sie auch die hinteren Radläufe und schauen Sie sich die Schweller genau an. Gerade diese sind bei Gebrauchtwagen oftmals vom Rost befallen. Entdecken Sie an diesen Stellen Beulen auf der Lackierung, können Sie davon ausgehen, dass sich Rost darunter befindet. Während ein rostiger Radlauf eher ein optisches Problem darstellt, kann ein durchgerosteter Schweller ein Sicherheitsrisiko darstellen, da er ein tragendes Teil ist. Dann besteht auf jeden Fall Handlungsbedarf.
Ebenfalls sollten Sie sich genau informieren, wie der Wagen gepflegt wurde. Ist der Wagen checkheftgepflegt, sprich hat er alle vom Hersteller empfohlenen Durchsichten und Wartungen bekommen?
Machen Sie auf jeden Fall einen Termin beim unabhängigen Gutachter. Er wird Ihnen sagen können, ob und wo das Auto Schwächen oder Defekte hat.

Machen Sie, wenn möglich, eine Probefahrt. Achten Sie dabei darauf wie der Motor läuft. Springt er sofort an? Gutes Zeichen. Werden Sie im Sitz durchgeschüttelt, ruckelt es beim Beschleunigen? Schlechtes Zeichen. Nehmen Sie außerdem auf einer leeren Straße bei Schritttempo kurz die Hände vom Lenkrad und achten Sie darauf, was der Wagen macht. Fährt er geradeaus, dann gibt es keine Bedenken. Fährt er jedoch von selbst nach rechts oder links, dann stimmt etwas mit dem Fahrwerk nicht. Von solch einem Auto ist auf jeden Fall abzuraten. Steht das Lenkrad gerade wenn Sie Geradeaus fahren oder müssen Sie es schief halten? Wenn dem so ist, hat der Wagen vermutlich eine verstellte Spur. Dadurch erhöht sich der Reifenverschleiß. Und neue Reifen sind nicht gerade günstig.

Um herauszufinden wie der Wagen bremst, nehmen Sie bei Schrittgeschwindigkeit die Hände vom Lenkrad und bremsen Sie. Das Auto darf nicht nach rechts oder links ziehen, es sei denn, es stimmt etwas mit der Bremsanlage nicht. Die Bremse ist eines der wichtigsten Sicherheitsrelevanten Teile am Auto, hier sollte man keine Kompromisse eingehen. Entweder der Händler bessert nach oder Sie selbst. Auf keinen Fall sollte man mit defekten Bremsen fahren.
Wenn Sie schließlich mit dem Händler über den Preis verhandeln, sparen Sie nicht mit Kritik an dem Auto. Prangern Sie jeden noch so kleinen Fehler an, auch dann wenn Sie zufrieden sind. Der Verkäufer wird es Ihnen mit einem Preisnachlass „danken“.

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